Die Rangliste basiert auf dem Global Competitiveness Index (GCI), der von Xavier Sala-i-Martin, Wirtschaftsprofessor an der Columbia University, für das World Economic Forum entwickelt und 2004 eingeführt wurde. In diesem Jahr wurden über 14.000 Wirtschaftsführer in 142 Ländern - so viele wie noch nie - befragt.
Auf Platz zwei liegt Singapur, das seinen Rang laut den Forschern wegen erstklassiger Infrastruktur und einem Mindestmaß an Korruption sowie einer effizienten Regierung verdient habe. Die weiteren Plätze in den Top Ten gehen an Schweden, Finnland, die USA, Deutschland, die Niederlande, Dänemark, Japan und Großbritannien.
Schwellenländer holen weiter auf
2008 hatten die USA das Ranking noch angeführt. Die aktuelle schlechte Platzierung erklären die Ökonomen mit geringem Vertrauen in die politische Führung, schlechten Verbindungen der Politik in den privaten Sektor sowie einer relativen Ressourcenverschwendung durch die Regierung. Was die makroökonomische Stabilität angeht, liegen die USA sogar auf Platz 90 von insgesamt 142 ausgewerteten Volkswirtschaften.
Ganz anders sieht es bei den Schwellenländern aus. "Nach einigen schwierigen Jahren zeichnet sich langsam eine Erholung von der Wirtschaftskrise ab, die jedoch nicht überall gleich stark einsetzt", sagte Klaus Schwab, Gründer und Executive Chairman des World Economic Forum. "Während die meisten Schwellenländer trotz gewisser Überhitzungsrisiken nach wie vor ein relativ starkes Wachstum vorweisen, verzeichnen die meisten Industrienationen weiterhin eine nur zögerliche Erholung, eine hohe Arbeitslosigkeit und eine finanzielle Anfälligkeit." Etliche asiatische Länder haben es in diesem Jahr unter die Top 30 geschafft. China verbessert sich um einen Platz auf Rang 26. Die extrem geringe Staatsverschuldung würde laut Meinung der Experten auch die ausgedehnte Inflation der Volksrepublikwettmachen.
Einen Grund für den Boom in den Schwellenländern sehen die Ökonomen in einer solideren Wachstumsgrundlage und der Tatsache, dass sich die Wirtschaftsaktivität vermehrt von den Industriestaaten in die Schwellenländer verlagert.
source: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,784889,00.html





